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Neue Trainingsreize Teil 1: Anschieben beim Laufen

Veröffentlicht am 27.04.2016

Das Anschieben beim Laufen ist bei Mannschaftsveranstaltungen im Triathlon mittlerweile gang und gäbe. Selten sind die Teams so ausgeglichen, dass alle vier bis fünf Athleten das gleiche Niveau und eine ähnliche Tagesform in der dritten Disziplin aufweisen. Um möglichst schnell vorwärts zu kommen, können die Sportler, die noch Luft haben, die Triathleten schieben, die bereits außer Atem sind. So erreicht man in der Gruppe ein insgesamt höheres Tempo, da der Schub von hinten zusätzlichen Vortrieb generiert. Jeder, der selbst schon mal angeschoben wurde, weiß wie viel das Anschieben bringt. Allerdings ist diese Form des Vorwärtskommens sehr kraftintensiv. Athleten, die beispielsweise ein Tempo von 4:00min/km relativ locker laufen, können durch das Schieben schnell an ihre Grenzen kommen. Je nach eingesetzter Schubkraft kann die gefühlte Pace nun 3:30-3:50min/km betragen, obwohl die tatsächliche Geschwindigkeit weiterhin die gleiche ist.

 

 

Völlig neue Reize resultieren aus dieser Trainingsform für alle beteiligten Sportler. Der angeschobene Athlet muss durch das schnellere Tempo eine entsprechend höhere Schrittfrequenz und/oder Schrittlänge generieren, um die Schubkraft in Geschwindigkeit umzuwandeln. Man könnte auf den ersten Blick denken, dass dies automatisch passiert. Jedoch muss sich das Gehirn erstmal daran gewöhnen, damit ensprechende Signale an die Muskulatur gesendet werden. Neuromuskuläre Reize sind also die logische Konsequenz. Positive Folgen für den Laufstil können sich ebenfalls ergeben, da der Körper durch den zusätzlichen Vortrieb lernt, schnell zu laufen. Neue Geschwindigkeiten können realisiert werden, welche im alleinigen Training bisher noch gar nicht möglich waren (ähnlich wie beim Motortraining im Radsport).  Auch der Anschieber profitiert durch den höheren Krafteinsatz und Widerstand von neuen Trainingseffekten. Je nach Schiebetechnik werden verschiedene Muskeln trainiert (z.B. Bizeps, Trizeps, usw.). Deshalb kann eine solche Einheit auf jeden Fall regelmäßig ins tägliche Training integriert werden.      

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