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Interview mit Daniel "Bruno" Braun

Veröffentlicht am 28.09.2017
 
Daniel BraunDaniel Braun
 
Daniel Braun ist einer der schnellsten Amateure (Agegrouper) im Triathlon. Mit einer Zeit von 8:43 Stunden landete er 2016 beim weltweit größten Langdistanz-Triathlon (Challenge Roth) auf Platz 15 gesamt und ließ damit alle anderen Agegrouper hinter sich. 2018 möchte der sympathische Friedberger beim legendären Ironman Hawaii starten.
 
 
Was hast du vor dem Triathlon gemacht?

Vor dem Triathlon habe ich sehr jung mit Eishockey und Kanufahren begonnen. Ich habe damals bereits mit sechs Jahren nicht selten zwei Einheiten am Tag trainiert und auch gerade für das Eishockey sehr kraftintensiv. Ich denke daher besitze ich die gute Grundlage, die bei mir schon früh gelegt wurde.
 
Wie bist du zum Triathlon gekommen?
 
Das war eigentlich Zufall! :-) Nachdem ich meinen ersten Halbmarathon gefinisht habe, lag im Ziel ein Flyer vom Kuhsee Triathlon. Das ist eine Sprintdistanz bei uns in der Nähe. Im Anschluss nahm der Wahnsinn seinen Lauf. ;-) 
 
Wie sieht ein beispielhafter Tag von dir aus? 
 
Im Normalfall stehe ich um 4:40 Uhr auf und frühstücke schon am Vortag hergerichtete Haferflocken mit Banane, Chia, Maca sowie Moringa. Danach fahre ich 24 km locker in die Arbeit. 
Am Montag steht in der Regel der lange Lauf auf dem Plan, d.h. ich habe Laufsachen dabei. Da lasse ich das Rad in der Arbeit stehen und mache mich in Laufschuhen gegen 13:30-14 Uhr auf den Weg Richtung Heimat. Der Lauf variiert dann zwischen 1:30 und 3:00 Stunden, wobei dann oftmals 40 km zusammenkommen. Also bin ich meist gegen 16-17 Uhr daheim, trinke einen Shake, esse eine Kleinigkeit und verbringe bis 18 Uhr Zeit mit der Familie. Dann fahre ich mit dem Auto ins Schwimmtraining
, das bis 20 Uhr dauert. Gegen halb neun bin ich dann zuhause und esse zu Abend. Spätestens um zehn liege ich im Bett.
 
Was ist deine Lieblingseinheit?
 
Ich liebe es lange schnell zu laufen und dabei in einen Flow zu kommen. Deshalb gefällt mir ganz besonders der flotte Dauerlauf im Langdistanz-Wettkampftempo, der bis zu zwei Stunden dauert und meistens am Freitag ansteht. In diesem Bereich fühle ich mich einfach wohl und genieße es dahinzuballern.
  
Du hast eine Familie mit zwei kleinen Kindern und einen Vollzeitjob. Wie schaffst du es, alles unter einen Hut zu bringen?
 
Mein Zeitmanagement funktioniert nur durch Teamwork mit meiner Frau. Mit einer Frau, die nicht zu 100% hinter der Sache steht, ist es meiner Meinung nach nicht möglich den Sport mit Familie auf hohem Niveau zu praktizieren.
  
Du hast einen Job, bei dem du den ganzen Tag stehen musst. Wie bringst du nach der Arbeit die Energie fürs Training auf?
 
Ich denke dass jeder Mensch nur einen Bruchteil seiner Energie nutzt. Ein wenig stehen und arbeiten ohne sich schwer anstrengen zu müssen, stellt für den menschlichen Körper kein Problem dar. Dessen bin ich mir bewusst und mache es einfach. 
  
Welche Geheimtipps für Motivation und Zeitmanagement kannst du anderen Menschen für Sport und/oder Beruf geben? 
 
Es gibt in dem Sinne keine Geheimtipps oder Wundermittel. Jeder sollte sich überlegen, wie sehr man etwas will und ob es einem im Leben weiterbringt. Denn wenn es dir wichtig ist, wird es einen Weg geben.
Man steht früher auf als andere Leute oder verbringt weniger Zeit vor dem Fernseher.
Aber eines ist auch klar: "Great things never come from comfort zones". Ich denke die meisten Athleten machen zu häufig Einheiten, die vielleicht Spaß machen oder praktisch sind. Fakt ist aber, dass gerade unbequeme Dinge voranbringen. Wenn ich auf dem Ergometer weiße Punkte sehe, ist das nicht gemütlich. Aber es bringt mich weiter und deswegen tue ich es:-) 
 
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast! Ich freue mich darauf, dich im Training weiter quälen zu dürfen! :-))

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