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Ist der BMI für Sportler geeignet?

Veröffentlicht am 21.10.2015

Der BMI (body mass index) ist ein relativ einfach zu berechnender Indikator zur Einordnung des eigenen Körpergewichtes in Relation zur jeweiligen Größe. Um auf diese Zahl zu kommen, muss nur das Körpergewicht durch die quadrierte Körpergröße geteilt werden. Anhand festgelegter Tabellen kann geprüft werden, ob ein Mensch als unter-, über- oder normalgewichtig gilt. Doch ist der BMI überhaupt eine passende Maßzahl für Athleten? Wird die Muskulatur durch diesen Index ausreichend berücksichtigt? Betrachten wir zwei ausgewählte Sportlertypen. Die erste Person ist ein 1,80m großer Ausdauersportler mit relativ geringem Muskelanteil, der 70kg auf die Waage bringt und einen Körperfettanteil von 8 % besitzt. Er kommt somit auf einen BMI von rund 21,6. Dies ist laut DGE Ernährungsbericht aus dem Jahr 1992 als Normalgewicht anzusehen. Der zweite Athlet ist Kraftsportler mit relativ großem Muskelanteil und wiegt bei gleicher Größe 90kg. Sein Körperfettanteil liegt ebenfalls bei 8 %. Folglich beträgt der resultierende BMI des kraftorientierten Athleten demnach rund 27,8.

 

Obwohl beide Sportler den gleichen Körperfettanteil haben, gilt der Kraftsportler nach dem body mass index als übergewichtig. Also führt der Unterschied in der Muskelmasse der beiden Athleten zu einem deutlich höheren BMI. Somit ist der Körperfettanteil für Sportler als Indikator zur Einordnung des Körpergewichtes deutlich besser geeignet als der BMI, da durch den body mass index die Muskulatur des Sportlers nicht ausreichend berücksichtig wird. Ein durchtrainierter Athlet könnte durch den BMI fälschlicherweise als übergewichtig eingestuft werden.

 

Bei der Berechnung des Körperfettanteils gibt es verschiedene Methoden. Um die Werte vergleichen zu können, sollte möglichst immer das gleiche Verfahren verwendet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Testbedingungen stets ähnlich sind und die Methode eine relativ hohe Genauigkeit hat. Ich persönlich kann die Caliper-Methode empfehlen. Hierbei wird zwar nicht das Körperfett der Organe berücksichtigt, dennoch lässt sich ein Trend über Monate und Jahre hinweg ableiten.

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